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Trading Places:
Das ABC des Haustauschs
Kapitel 1
Ein Zuhause weit weg von daheim: Das Haustauschferien-Konzept

Kapitel 2
Lernen Sie Ihren Tauschpartner kennen

Kapitel 3
Die Vorbereitung

Kapitel 4
Vor Ort

Kapitel 5
Erfolgsgeschichten!

Kapitel 6
Die Haustauschferien-Seite

Anhang
Musterbriefe: Kreative Korrespondenz für den Haustausch

DAS ABC DES HAUSTAUSCHS

Kapitel 2
Lernen Sie Ihren Tauschpartner kennen

Dem Haustausch geht das Kennenlernen des Tauschpartners voraus. Zunächst per Email, später per Telefon und oft per Post oder Fax.  Der Austausch von Fotos und allenfalls von Videos der Räumlichkeiten und der Familien spielt dabei eine wichtige Rolle. Es empfiehlt sich, mit einem Email an die Anbieter, die für einen Tausch in Frage kommen, zu beginnen. Wir raten ihnen, sich zunächst kurz zu halten. Unterstreichen Sie ihr Interesse an einem Tausch und nennen Sie die Zeitspanne und die Dauer ihres Aufenthalts. Vergessen Sie nicht, Informationen über ihre Unterkunft, ihre Region und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten anzufügen. Sie brauchen dieses Email nur einmal zu schreiben. Kopieren Sie es einfach und senden Sie es an alle andern in Frage kommenden Tauschpartner.

Nach dem Eingang der Antwort folgt der nächste Schritt: Das Versenden einer Nachricht, die vorzugsweise Details über Sie und die andern an der Reise beteiligten Personen, ihre Vorstellungen und die Dinge, die Sie anzubieten haben, beinhaltet. Wir empfehlen ihnen, rasch zu antworten. Der Entscheid, einen Tausch vorzunehmen, kann sehr schnell gefällt werden - es wäre bedauerlich, wenn sich in der Zwischenzeit jemand anders mit ihrem potenziellen Tauschpartner geeinigt hätte.

Es ist ratsam, in der detaillierten Nachricht für die Antwort zu danken und allfällige Fragen zu beanworten. Wir empfehlen ihnen ausserdem, folgende Dinge anzufügen:

·Eine Beschreibung ihrer Person und ihrer Familie, insbesondere die Erwähnung der Namen, Vornamen, Alter, Berufe, bevorzugten Sportarten und Informationen, die es ihrem Tauschpartner erlauben, sich ein Bild von ihnen und ihrer Familie zu machen.

·Berücksichtigen Sie, dass ihr Tauschpartner wahrscheinlich noch nie in ihrer Region, ihrem Land oder auf ihrem Kontinent war. Versorgen Sie ihn mit den nötigen Informationen, um Lust auf eine Reise zu ihnen zu wecken. Erwähnen Sie insbesondere Dinge, die in keinem Reiseführer stehen.

·Nennen sie die präzisen Daten ihrer An- und Abreise und - falls davon abweichend - die Daten, an welchen ihre Unterkunft frei ist.

·Nennen Sie die Distanzen - mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder per Auto - zu den interessantesten Plätzen, die es in ihrer Umgebung zu besuchen gibt. Erwähnen Sie zudem, ob Sie bereit sind, auch ihr Auto zu tauschen. Verschaffen Sie ihrem Tauschpartner ausserdem einen Überblick der Preise für das Benutzen öffentlicher Verkehrsmittel.

·Falls Sie einen Tausch der Autos in Betracht ziehen, erwähnen Sie die Marke, das Modell und - vorab für amerikanische Tauschpartner - ob ihr Auto mit einem automatischen Getriebe ausgestattet ist.

·Erwähnen Sie, falls es z.B. ein Schwimmbad zu unterhalten, Haustiere zu betreuen oder Pflanzen zu giessen gilt.

·Geben Sie an, ob Sie Raucher akzeptieren. Oder ob ihr Tauschpartner Freunde bei ihnen zuhause empfangen darf.

·Bringen Sie spezielle Bedürfnisse zur Sprache - z.B. einen geeigneten Zugang für Behinderte.

Sie werden wahrscheinlich innerhalb von 8 bis 10 Tagen eine Antwort erhalten. Es ist der Moment, sich definitiv für ihren Tauschpartner zu entscheiden; für denjenigen, für den Sie die grösste Affinität verspüren. Falls Sie es noch nicht getan haben, sollten Sie ihren Tauschpartner nun mit Fotos - per Internet oder Post - bedienen. Vergessen Sie nicht, ihre Telefonnummer anzugeben. Nun ist es an der Zeit, sich im persönlichen Gespräch näher kennen zu lernen.

Anbei eine Liste von Dingen, die im persönlichen Gespräch berücksichtigt werden sollten:

·Eine persönliche Beschreibung der Familie oder der Reisegruppe.

·Legen Sie fest, wie die Rechnungen (Telefon usw.) geregelt werden.

·Sprechen Sie über die Versicherungen (Haushalt und allenfalls Auto).

·Legen Sie fest, wo die Schlüsselübergabe stattfinden, oder wer sich darum kümmern soll (Freunde, Nachbarn, Hausfrau).

·Klären Sie, wer im Notfall zu benachrichtigen ist.

Selbst wenn Sie sich in allen Punkten einig sind, empfiehlt es sich, diese Punkte schriftlich zu bestätigen und ihren Tauschpartner zu bitten, es ihnen gleich zu tun. Damit können allfällige Missverständnisse verhindert werden. Zögern Sie nicht, schriftlich zu präzisieren, was Sie nicht schätzen - z.B. Raucher in ihren Räumlichkeiten. Am besten unterschreiben sie am Schluss gegenseitig eine Zusammenfassung.

Diese schriftliche Übereinkunft ist als eine Art Vertrag des Vertrauens zu verstehen. Sie und ihr Tauschpartner sollten sich im Klaren darüber sein, dass das Nichteinhalten der Abmachungen grosse Unannehmlichkeiten zur Folge haben kann. So ist es zum Beispiel inakzeptabel, einen andern Partner zu berücksichtigen, nachdem man sich bereits mit jemandem geeinigt hat. Lediglich ein Fall von Höherer Gewalt, wie dem Tod einer nahestehenden Person, oder Krankheit rechtfertigen die Annullierung des Tauschs. Sollte ein solch unerfreulicher Fall eintreten, sollten Sie sich darum bemühen, eine Ersatzlösung zu finden, um ihrem Tauschpartner die Ferienfreude nicht zu verderben.

Wir und viele unserer Mitglieder sind vom Haustausch überzeugt und haben bereits viele dieser einzigartigen Ferienerlebnisse hinter uns. Wenn Sie unsere Ratschläge befolgt und den richtigen Partner gefunden haben, werden auch Sie von dieser etwas andern Art des Reisens schwärmen.

Noch etwas. Was tun, wenn Sie nicht die Sprache ihres Tauschpartners sprechen? Benutzen Sie für ihre Nachrichten ein Online-Übersetzungsprogramm. Obschon diese Übersetzungen zuweilen komisch klingen, versteht man doch meist, um was es geht. Für ein persönliches Gespräch lohnt es sich hingegen, auf die Hilfe eines Freundes zurückzugreifen, welcher der Sprache ihres Tauschpartners mächtig ist. Im Notfall nehmen Sie die Dienste eines Dolmetschers in Anspruch. Auch in diesem Fall geht es darum, ärgerlichen Missverständnissen vorzubeugen.

Gute Reise!
 

 

 

 

 

 

 

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